AP Sensing wurde mit dem Project of the Year Award 2025 der Fiber Optic Sensing Association (FOSA) für die umfassende Überwachungslösung entlang der BRUA-Erdgaspipeline
ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Rahmen des jährlichen FOSA-Mitgliedertreffens vom 17. bis 19. November in Charlotte, North Carolina, statt.
Die 479 Kilometer lange BRUA-Pipeline ist ein bedeutender Energiekorridor, der Ressourcen aus dem Kaspischen und Schwarzen Meer mit Mitteleuropa verbindet. Sie verläuft durch Gebiete mit intensiver Bautätigkeit, landwirtschaftlicher Nutzung und erhöhter Hangrutschgefahr. Diese Gegebenheiten erfordern eine lückenlose und präzise Überwachung, um einen sicheren und zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, implementierte AP Sensing eine Lösung auf Basis von Distributed Acoustic Sensing (DAS) zur Verfolgung von Molchen (PIGs) sowie zur Überwachung der Faserintegrität. Ergänzt wird das System durch eine Distributed Temperature Gradient Sensing (DTGS)-Lösung zur temperaturbasierten Leckageerkennung. Die vollständige Inbetriebnahme erfolgte im September 2024. Das System bietet automatisierte Ereignisklassifizierung, präzise Lokalisierung und eine nahtlose Anbindung an SCADA-Systeme. Dadurch erhalten Betreiber in Echtzeit einen umfassenden Überblick über den Zustand einer besonders langen und vielseitigen Infrastruktur.
„Dass unser BRUA-Monitoringprojekt mit dem FOSA Project Award ausgezeichnet wurde, ist eine besondere Anerkennung. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, welche Schlüsselrolle faseroptische Sensortechnik beim Schutz international bedeutender Energieinfrastrukturen spielt. Mit knapp 500 Kilometern Länge ist BRUA nicht nur ein technisches Erfolgsprojekt, sondern ein strategischer Beitrag zur europäischen Energiesicherheit. Durch die laufende Erweiterung bis zum Schwarzen Meer wird das Überwachungssystem künftig rund 800 Kilometer Pipeline abdecken. Damit gehört es zu den umfangreichsten Anwendungen verteilter faseroptischer Sensorik weltweit. Diese Auszeichnung verdeutlicht, wie skalierbar und wirkungsvoll faseroptische Lösungen für den Schutz kritischer Anlagen sind und welche Relevanz sie für die gesamte Branche haben.“
Auch die FOSA-Führung betonte die Bedeutung des Projekts für die gesamte Industrie:
„Innovative Projekte wie das BRUA-Monitoring von AP Sensing verdeutlichen das Potenzial verteilter faseroptischer Sensorik. FOSA gratuliert AP Sensing GmbH zu dieser herausragenden Leistung. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, welchen Mehrwert und welche vielfältigen Möglichkeiten diese Technologie bietet.“


