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CO2-Abscheidung & -speicherung (CCS)

Große Industrieanlage/Raffinerie, kritische Infrastruktur. Überwachungslösungen für Sicherheit und Effizienz mit AP Sensing faseroptischer Sensorik

Auf dem Weg zu Klimaneutralität: Warum CCS für unsere Klimaziele unverzichtbar ist

Auf dem Weg zu einer grüneren und nachhaltigeren Energiezukunft ist der Übergang von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Alternativen entscheidend. Neben der Reduktion von Emissionen gewinnt auch die Nutzung von Technologien zur CO₂-Entfernung zunehmend an Bedeutung. Carbon Capture & Storage (CCS) hat sich als zentrale Lösung zur Bewältigung der globalen Klimakrise etabliert.

CCS spielt eine wesentliche Rolle bei der Emissionsminderung, indem es CO₂-Emissionen aus der Atmosphäre abscheidet und speichert. Der Weltklimarat (IPCC) und die Internationale Energieagentur (IEA) sowie viele weitere Institutionen betonen die zentrale Bedeutung von CCS, um bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen.

Herausforderungen bei der Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS) meistern

Der CCS-Prozess umfasst drei zentrale Schritte:

  1. Abscheidung von CO₂-Emissionen aus Quellen wie fossilen Kraftwerken, Industrieanlagen und Erdgasaufbereitungsanlagen.
  2. Transport des abgeschiedenen CO₂ über Pipelines zum Speicherstandort.
  3. Sichere Speicherung in tiefen geologischen Formationen wie salinen Aquiferen oder Basaltgestein.

Effektives Monitoring ist entscheidend, um die Integrität des Speicherstandorts zu gewährleisten, Leckagen zu verhindern und sicherzustellen, dass das CO₂ sicher eingeschlossen bleibt. Viele Überwachungstechnologien, die ursprünglich für die Öl- und Gasindustrie entwickelt wurden, lassen sich an CO₂-Speicherprojekte anpassen. Eine besonders leistungsfähige Methode ist die verteilte faseroptische Sensorik (engl.: Distributed Fiber Optic Sensing (DFOS)). Dank ihrer verteilten Messung liefert sie kontinuierliche Einblicke in den CO₂-Injektionsprozess und die Speicherumgebung.

Sicherheit und Effizienz gewährleisten: Warum das Monitoring von CO₂-Injektion und -Speicherung entscheidend ist

Die effektive Überwachung von CO₂ entlang seines gesamten Weges – vom Transport über die Injektion bis hin zur langfristigen Speicherung – ist entscheidend für die Sicherheit und den Erfolg von CCS-Projekten. Während des Transports ermöglicht die Verfolgung der CO₂-Bewegung in Pipelines die frühzeitige Erkennung von Leckagen oder Druckänderungen und stellt so eine sichere Lieferung zu den Speicherstätten sicher.

Am Speicherstandort ist die Überwachung der CO₂-Injektion entscheidend, um potenzielle Probleme mit der Bohrlochintegrität zu erkennen und sicherzustellen, dass sich die CO₂-Ausbreitung nicht außerhalb der vorgesehenen Speicherzonen bewegt. Dazu gehört die kontinuierliche Verfolgung der Bewegung und des Verhaltens des injizierten CO₂, um sicherzustellen, dass es langfristig eingeschlossen bleibt. Die permanente Überwachung des Speicherstandorts mit verteilter faseroptischer Sensorik (DFOS) ermöglicht die frühzeitige Erkennung von Anomalien oder Leckagen, reduziert Risiken und erhöht die Sicherheit und Effizienz von CCS-Projekten.

AP Sensings fortschrittliche Lösung für das CCS-Monitoring

AP Sensings DFOS ist eine bewährte Lösung, die erfolgreich in verschiedenen Downhole-Anwendungen eingesetzt wurde und nun auf CCS-Projekte übertragen wird. Die Technologie bietet entscheidende Vorteile:

Präzision und Echtzeit-Einblicke

Im Gegensatz zu herkömmlichen Sensoren bietet DFOS höchste Präzision und Echtzeit-Einblicke. Dadurch lassen sich die Bewegung der CO₂-Ausbreitung nachverfolgen und mögliche Störungen wie Leckagen oder mikroseismische Ereignisse frühzeitig erkennen. Dieses proaktive Monitoring optimiert Betriebsparameter und ermöglicht es, Probleme zu identifizieren und zu beheben, bevor sie sich verschärfen.

Umfassendes Monitoring

AP Sensings DFOS-Technologie integriert faseroptische Kabel gezielt in die Infrastruktur von Carbon-Capture-Projekten und schafft so ein umfassendes Sensornetzwerk. Die Technologie  bietet entscheidende Vorteile, darunter die Möglichkeit, mehrere Messarten – Temperatur, Akustik und Dehnung – mit einem einzigen Kabel mit mehreren Fasern durchzuführen. Diese Fähigkeit ermöglicht ein simultanes Echtzeit-Monitoring entlang des gesamten Bohrlochs, verbessert das Verständnis des Speichergesteins und unterstützt proaktive Maßnahmen zur Sicherheit. Durch die Reduzierung der Umweltbelastung und Verkürzung der Betriebszeit trägt DFOS zum effizienten Management von CCS-Projekten bei.

Sicherheit durch kontinuierliches Monitoring – rund um die Uhr

Unsere Lösung bietet eine lückenlose, kontinuierliche 24/7-Überwachung der CO₂-Injektion und der Ausbreitung im Speicherreservoir. Als wertvolle Ergänzung zu konventionellen Monitoring-Systemen sind unsere Technologien – Distributed Temperature Sensing (DTS), Distributed Acoustic Sensing (DAS) und Distributed Temperature Strain Sensing (DTSS) – besonders effektiv bei der Überwachung der CO₂-Injektion und der Dynamik der CO₂-Ausbreitung im Reservoir. Die durchgehende faseroptische Überwachung stellt sicher, dass kein Bereich unüberwacht bleibt. Mit nur einem passiven faseroptischen Kabel liefert das System tausende Messpunkte entlang der gesamten Infrastruktur, verbessert die Überwachungskapazitäten und unterstützt fundierte Entscheidungen.

Zentrale Anwendungsbereiche in CCS-Projekten

Unsere Lösungen bieten eine robuste und zuverlässige Überwachung in CCS-Projekten, darunter:

AP Sensings Technologien im CCS-Monitoring

Distributed Temperature Sensing (DTS)

AP Sensings DTS basiert auf der bewährten Raman-optischen Zeitbereichsreflektometrie (engl. Raman Optical Time Domain Reflectometry, R-OTDR). Die patentierte Code-Korrelations-Zeitbereichsreflektometrie (engl. Code Correlation Optical Time Domain Reflectometry, CC-OTDR) ermöglicht den Einsatz geringer optischer Leistung. Dadurch werden Probleme mit der Laseralterung vermieden und eine langfristig stabile, zuverlässige Messung gewährleistet.

Die DTS-Lösung von AP Sensing liefert in Echtzeit präzise Temperaturdaten entlang des Bohrlochs und bietet Betreibern eine kontinuierliche Übersicht über die Bohrlochbedingungen. Durch die Überwachung von Temperaturprofilen und -trends über längere Zeiträume können Betreiber den CO₂-Injektionsprozess nachverfolgen und die Integrität des Bohrlochs rund um die Uhr überwachen.

Hauptmerkmale:

  • Multimode- und Singlemode-Instrumente
  • Messkonfigurationen als Stich- oder Ringleitung 
  • Maximale Messreichweite von bis zu 70 km
  • Räumliche Auflösung von 0,5 m; Messzeit bis zu 1 Sekunde
  • Moderne, benutzerfreundliche Web-Oberfläche für eine einfache Einrichtung und Systemkonfiguration
  • Großer Betriebstemperaturbereich von -10 bis +60 °C
  • Geringer Energieverbrauch
  • Export von DTS-Daten in den Formaten *.csv, *.witsml, *.las
  • Laserklasse 1M mit geringer optischer Ausgangsleistung für sichere Nutzung

Distributed Acoustic Sensing (DAS)

Verteilte akustische Sensorik (DAS)

Das phasenbasierte DAS-System von AP Sensing misst akustische Vibrationen entlang der Faser auf Grundlage der optischen Zeitbereichsreflektometrie (C-OTDR). Die 3P Vector Technology ermöglicht dabei eine echte lineare Erfassung dynamischer Längenänderungen der Faser, die durch Dehnung infolge akustischer bzw. vibrationsbasierter Signale oder durch Temperaturschwankungen entstehen.

Das System erfasst akustische Daten aus einzelnen Messbereichen und erkennt dabei auffällige Muster. So entstehen Echtzeit-Einblicke in den Zustand von Bohrungen und Reservoiren. Leckagen, selbst kleinste Änderungen im Strömungsverhalten sowie komplexe Flussdynamiken entlang des gesamten Bohrlochs lassen sich zuverlässig identifizieren. Gleichzeitig stellt DAS kontinuierlich Messdaten entlang des Assets bereit und ermöglicht durch die Auswertung historischer Daten eine ganzheitliche Überwachung.

Darüber hinaus spielt DAS eine wichtige Rolle in seismischen Anwendungen, etwa beim Vertical Seismic Profiling (VSP) oder in der Oberflächen-Seismik. Dadurch werden hochauflösende Einblicke in den Untergrund ermöglicht und das Verständnis von CO₂-Ausbreitungsprozessen (Plume Behavior) verbessert. Durch präzise Messdaten trägt DAS dazu bei, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren.

Wesentliche Merkmale:

  • Das echte phasenbasierte System ermöglicht eine quantitative Datenauswertung
  • Konfigurierbare Messlänge für flexible Einsatzmöglichkeiten
  • Hohe Leistungsfähigkeit mit Standard-Glasfasern ohne zusätzliche Verstärkung
  • Leistung validiert gemäß SEAFOM-Empfehlungen
  • Modulare Edge-Datenverarbeitung für Echtzeit-Prozessoptimierung
  • Laserklasse 1M mit geringer optischer Leistung für einen sicheren Betrieb

Distributed Temperature Strain Sensing (DTSS)

AP Sensings DTSS basiert auf der Messung der Brillouin-Streuung (engl. Brillouin Optical Time-Domain Reflectometry, BOTDR). BOTDR arbeitet mit einem hohen optischen Budget auf einer einseitig angeschlossenen Faser und ist dadurch weniger anfällig für Änderungen in der Faserdämpfung. Die Technologie ermöglicht präzise und umfangreiche Messungen von Temperatur und Dehnung innerhalb des Messbereichs.

Hauptmerkmale:

  • Stichleitung – keine Rückführungsfaser erforderlich
  • Messreichweite von über 80 km mit mehreren internen optischen Kanälen
  • Hohes optisches Budget für herausragende Messleistung
  • Praktische, benutzerfreundliche Web-Oberfläche für einfache Inbetriebnahme
  • Beständig gegen wasserstoffbedingte Dämpfung (engl.: hydrogen darkening) in anspruchsvollen Bohrloch-Umgebungen
  • Laserklasse 1M mit geringer optischer Ausgangsleistung für sichere Nutzung

Wesentliche Erkenntnisse

  • Überwachung der Bohrlochintegrität: Frühzeitige Erkennung von Integritätsproblemen, die zu unerwünschter CO₂-Migration führen könnten.
  • Monitoring der CO₂-Injektion: Erfassung von Temperaturdaten während des Warmback-Prozesses, um das CO₂-Injektionsprofil zu quantifizieren und die sichere Speicherung zu gewährleisten.
  • Seismische Abbildung: Nutzung von DAS für sowohl Bohrloch- als auch oberflächenbasiertes seismisches Monitoring, um hochauflösende Untergrundbilder zu erhalten und die CO₂-Ausbreitung präzise nachzuverfolgen.

Mit nachgewiesener Expertise und kontinuierlicher Innovation bietet AP Sensing eine vollständig integrierte End-to-End-Lösung – Made in Germany. Unser Team arbeitet eng mit Ihnen zusammen, um die richtige Kombination von Technologien für Ihre Anforderungen auszuwählen. Darüber hinaus bieten wir Vor-Ort-Services, Hotline- und Online-Support, Wartung sowie Produktschulungen an.

Downloads
Case Study: Leveraging DFOS for Post-Perforation Production Profiling in China
pdf  •  1.1 MB
Case Study: Gas Storage Monitoring in China
pdf  •  915.2 KB
Case Study: Sustained Casing Pressure Localization Using DFOS Slickline
pdf  •  1001.5 KB

In unserer Mediathek finden Sie alle unsere Broschüren, Anwendungsflyer, Produktflyer, Videos und weitere Case Studies überwiegend in englischer Sprache.

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