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Case Study
06.10.2026

Branderkennung in der Lebensmittelproduktion unter extremen Bedingungen

Deutschland

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Über das Projekt

Produktionsstätten der Lebensmittelindustrie stellen hohe Anforderungen an Branderkennungssysteme. Temperaturschwankungen, geschlossene Maschinen, Kühl- und Heizanlagen, Feuchtigkeit sowie regelmäßige Reinigungsprozesse können eine zuverlässige Branderkennung erschweren.

Für einen großen deutschen Backwarenhersteller mit langer Unternehmensgeschichte und internationaler Präsenz ist ein zuverlässiger Brandschutz entscheidend für einen sicheren und kontinuierlichen Produktionsbetrieb. Das Unternehmen produziert Backwaren in großen Mengen für zahlreiche Standorte im Einzelhandel und in der Gastronomie in verschiedenen Märkten. Entsprechend wichtig sind eine hohe Anlagenverfügbarkeit und zuverlässige Sicherheitssysteme.

Auf Anforderung des Unternehmensversicherers sollte die Branderkennung in einem Produktionswerk in Deutschland erweitert werden. Ziel war eine möglichst lückenlose Überwachung der Produktionsbereiche, einschließlich anspruchsvoller Umgebungen, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen.

Die Herausforderung

Die Temperaturen in den zu überwachenden Produktionsbereichen reichen von -30 °C bis +30 °C. Hinzu kommen regelmäßige Reinigungsprozesse, bei denen Feuchtigkeit und durch Warmwasser verursachte, vorübergehende Temperaturanstiege auftreten. Das Branderkennungssystem musste daher normale, prozessbedingte Temperaturschwankungen zuverlässig von alarmrelevanten Temperaturveränderungen unterscheiden.

Eine weitere Herausforderung war die umfassende Überwachung der unterschiedlichen Bereiche innerhalb der Produktionsstätte. Neben den allgemeinen Produktionsflächen sollten auch geschlossene Produktionsmaschinen sowie große Kühl- und Heizanlagen überwacht werden. Die Auslegung des Systems musste zudem den Anforderungen der DIN VDE 0833-2 entsprechen.

Die Lösung von AP Sensing

Ein faseroptischer linearer Wärmemelder (engl. Linear Heat Detector, LHD) System mit einer Messreichweite von 2 km und vier Sensorkanälen sowie 1.200 m metallfreiem S2000A Sensorkabel ermöglicht die frühzeitige Branderkennung in der Produktionsstätte. Gleichzeitig bietet die Lösung die Möglichkeit, die Installation zu einem späteren Zeitpunkt zu erweitern.

Das Sensorkabel wurde durch die Produktionsbereiche und innerhalb geschlossener Maschinen verlegt. Dadurch ist eine kontinuierliche Temperaturüberwachung entlang der gesamten Sensorstrecke möglich. Für die Alarmierung werden überwiegend Parameter gemäß EN 54-22, Klasse A1N, verwendet.

Validierung unter realen Bedingungen

Nach der Installation testete das Projektteam das System unter realen Betriebsbedingungen. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Vermeidung möglicher prozessbedingter Fehlalarme.

Die Tests bestätigten, dass das System die erwarteten Leistungsanforderungen erfüllt. Die Alarmkonfiguration wurde sowohl während der normalen Produktion als auch während der Reinigungsprozesse getestet. Dabei konnte die zuverlässige Branderkennung nachgewiesen und die Konfiguration offiziell freigegeben werden.

Fazit

Die faseroptische LHD-Lösung von AP Sensing ermöglicht die kontinuierliche Überwachung kritischer Produktionsbereiche und Anlagen, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen. Die erfolgreiche Validierung unter realen Bedingungen bietet dem Endkunden zusätzliche Sicherheit und verbessert den Brandschutz bei gleichzeitig geringem Risiko prozessbedingter Fehlalarme.

Über die Anforderungen des Versicherers hinaus trägt die Lösung dazu bei, Menschen, Produktionsanlagen und die Betriebskontinuität zu schützen.

Durch die frühzeitige Erkennung kritischer Temperaturanstiege kann das faseroptische lineare Wärmemelder- System von AP Sensing bereits warnen, bevor sich ein Brand entwickelt. So bleibt wertvolle Zeit, um rechtzeitig Maßnahmen einzuleiten und eine weitere Eskalation zu verhindern.

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Case Study: Fire Detection for Food Production Under Extreme Conditions
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